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CBR-Studie für Straßenentwurf in Solingen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Solingens Verkehrswege wuchsen mit der Klingenindustrie entlang der Wupper. Die Stadt erstreckt sich über steile Hänge und enge Täler, was den Straßenbau im Bergischen Land anspruchsvoll macht. Viele Trassen liegen auf verwittertem Tonschiefer oder aufgefüllten Seitentälern. Die CBR-Studie für Straßenentwurf ist hier kein Standardnachweis, sondern eine Notwendigkeit zur Bemessung des frostsicheren Oberbaus. Unser Labor in der Region prüft nach RStO 12 und den Technischen Prüfvorschriften der FGSV. Bei Hanglagen ergänzen wir die Tragfähigkeitsbewertung mit einer Böschungsstabilität zur Beurteilung möglicher Kriechbewegungen im Einschnitt. Die CBR-Werte aus dem verwitterten Fels liefern oft Überraschungen, die man ohne Prüfung nicht erwartet.

Ein CBR-Wert unter 15 % im Planum bedeutet im Bergischen Land fast immer einen Bodenaustausch oder eine qualifizierte Bodenverbesserung.

Methodik und Umfang

Für die CBR-Studie setzen wir in Solingen eine modifizierte Belastungspresse ein, die speziell auf die steinigen Verwitterungsböden der Region abgestimmt ist. Die Stempel mit 50 mm Durchmesser dringen in den verdichteten Probekörper ein und zeichnen die Kraft-Weg-Kurve auf. Bei ungestörten Proben aus dem gewachsenen Schieferton führen wir den Versuch nach DIN EN 13286-47 durch, bei grobkörnigen Schüttmaterialien nach TP BF-StB Teil B 7.1. Die Sättigung der Proben über 96 Stunden simuliert die ungünstigsten Bedingungen nach langanhaltenden Regenperioden, wie sie am Rande des Rheinischen Schiefergebirges typisch sind. Parallel zur Tragfähigkeitsprüfung ziehen wir oft eine Korngrößenanalyse heran, um die Eignung von örtlichem Felsmaterial als Frostschutzschicht zu bewerten. Die enge Verzahnung von Laborversuch und Baustellenlogistik spart Zeit bei der Ausschreibung.
CBR-Studie für Straßenentwurf in Solingen
Technisches Referenzbild — Solingen

Standortspezifische Faktoren

Das Mikroklima im Bergischen Städtedreieck bringt bis zu 1.200 mm Jahresniederschlag. Das ist fast das Doppelte des bundesdeutschen Mittels. Ein ungesättigter CBR-Wert täuscht Tragfähigkeit vor, die nach einem nassen Winter nicht mehr existiert. Deshalb schreiben wir in Solingen grundsätzlich die Prüfung am wassergesättigten Probekörper vor. In den Seitentälern mit Auffüllungen aus industriellen Schlacken und Aschen drohen zudem Setzungsdifferenzen, die keine standardisierte CBR-Studie allein abdeckt. Hier schauen wir uns die Tragfähigkeitskennwerte im Zusammenspiel mit einer Plattendruckversuch an, um den Ev2-Wert direkt auf dem Planum zu verifizieren. Eine reine Laborstudie ohne Feldprüfung ist bei inhomogenem Untergrund ein Risiko, das später teure Rissbildungen im flexiblen Belag nach sich zieht.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
PrüfverfahrenDIN EN 13286-47 / TP BF-StB B 7.1
Stempeldurchmesser50 mm (CBR 1) und 25 mm (CBR 2)
Sättigungsdauer96 Stunden Wasserlagerung
Verdichtungsgrad Proben100 % Proctordichte (DIN 18127)
Typische Tiefe SolingenPlanum (OK Untergrund/Unterbau)
BerichtsumfangCBR-Wert, Quellverhalten, Verdichtungskurve
RegelwerkRStO 12, ZTV E-StB 17, RAP Stra 15

Zugehörige Fachleistungen

01

Probenahme im Zuge der Baugrunderkundung

Entnahme gestörter und ungestörter Proben nach DIN EN ISO 22475-1 aus Schürfen und Bohrungen. Dokumentation der Schichtprofile direkt an der Wupper und in den Höhenlagen.

02

Proctorversuch nach DIN 18127

Ermittlung der Trockendichte und des optimalen Wassergehalts als Basis für die CBR-Probekörperherstellung. Standard- oder modifizierte Proctorenergie je nach Belastungsklasse.

03

CBR-Laborversuch

Bestimmung der Tragfähigkeit nach 96-stündiger Wasserlagerung. Prüfung an ungestörten Zylinderproben oder verdichteten Proctortöpfen. Messung des Quellverhaltens.

04

Klassifizierung nach RStO 12

Zuweisung der Frostempfindlichkeitsklasse und des Verformungsmoduls auf Basis der CBR-Werte und der Kornverteilung. Grundlage für den rechnerischen Straßenaufbau.

Normativer Rahmen

RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), DIN EN 13286-47 (Ungebundene Gemische – CBR-Versuch), TP BF-StB Teil B 7.1 (Technische Prüfvorschriften für Boden und Fels im Straßenbau), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten im Straßenbau), RAP Stra 15 (Richtlinien für die Anerkennung von Prüfstellen im Straßenbau)

Fragen und Antworten

Wie viele CBR-Proben brauche ich für eine Erschließungsstraße in Solingen?

Das hängt von der Homogenität des Untergrunds ab. Bei gleichmäßigem Schieferton reichen drei Proben je 500 m² Planumsfläche. In den Auffüllungsbereichen der ehemaligen Schneidwarenfabriken empfehlen wir ein engeres Raster mit fünf Proben, weil dort mit Schlacken und Bauschutt zu rechnen ist. Die Probenanzahl stimmen wir vor Ort mit dem Baugrundgutachter ab.

Was kostet eine CBR-Studie für den Straßenentwurf in Solingen?

Eine einzelne CBR-Prüfung mit Proctorversuch und Klassifizierung liegt je nach Probenanzahl bei €140 bis €260. Der Preis richtet sich nach dem Aufwand für die Probenaufbereitung, der bei grobkörnigen Schiefertonen höher ausfällt als bei feinkörnigen Böden. Paketpreise für mehrere Proben sind wirtschaftlicher.

Kann ich den CBR-Wert aus anderen Versuchen ableiten?

Nein, die RStO 12 verlangt den direkten Nachweis. Korrelationen mit der Konsistenzzahl oder dem Verformungsmodul sind bei den devonischen Verwitterungsböden Solingens zu unsicher. Die Quellfähigkeit des Schiefertons verfälscht indirekte Ableitungen erheblich. Nur die genormte Laborprüfung mit Wassersättigung liefert belastbare Werte für den rechnerischen Oberbau.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Solingen und Umgebung.

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