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Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Solingen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Solingen liegt nicht nur auf der Klinge, sondern auch auf einem geologisch anspruchsvollen Untergrund. Mit rund 160.000 Einwohnern und einer Topografie, die von den steilen Hängen des Bergischen Landes geprägt ist, spielt die Wasserdurchlässigkeit des Bodens hier eine andere Rolle als im Flachland. Ob am Rande eines Gewerbegebiets in Ohligs oder im Hangbereich von Gräfrath – wenn das Regenwasser nicht versickert, steht der Bau schnell unter Druck. Wir messen die Durchlässigkeit direkt am gewachsenen Boden mit dem Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc und Lugeon. Damit klären wir für Solinger Projekte, ob eine Rigole funktioniert oder ein dichter Verbau nötig wird. Zahlen statt Schätzen. Das spart später Ärger mit Staunässe oder ungeplanten Drainagekosten.

Ein Pumpversuch im Hang von Solingen-Gräfrath sagt mehr als tausend Laborproben über die echte Versickerungsleistung.

Methodik und Umfang

Die DIN 18130 regelt den Versuchsablauf, und in Hanglagen wie in Solingen kommt es auf jede Nuance an. Wir führen den Test in Bohrlöchern durch, entweder im Grundwasser (Lefranc) oder im klüftigen Fels (Lugeon). Gerade im Übergang vom verwitterten Schiefer zum Festgestein, wie man ihn hier bei Unterburg antrifft, liefert der Versuch Werte, die ein Labortest nie abbilden könnte. Die lokale Erfahrung zeigt: Schon eine falsch eingeschätzte Durchlässigkeit kann die Standsicherheit eines Hangs gefährden, wenn dahinter eine Stützmauer Wasser staut. Unser Prüfteam bringt die Pumpen und Packer mit, baut auf, misst – und Sie bekommen am selben Abend den kf-Wert auf den Tisch.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Solingen
Technisches Referenzbild — Solingen

Standortspezifische Faktoren

Eine elektrische Tauchpumpe mit konstantem Förderstrom, ein Doppelpacker aus Stahl und ein digitaler Drucksensor – mehr braucht es nicht, um ein Bauprojekt vor bösen Überraschungen zu bewahren. Wir setzen den Packer exakt in der Tiefe, die für Ihr Bauwerk zählt. Der Versuch läuft, bis sich ein stationärer Pegel einstellt. In den Tonsteinverwitterungen von Solingen-Mitte sehen wir oft, dass der erste Eindruck trügt: Was oberflächlich dicht wirkt, kann in zwei Metern Tiefe plötzlich Wasser ziehen. Ein unentdeckter Schichtwasserleiter ist der Klassiker, der Baugruben flutet und Fristen sprengt. Mit einem Lefranc-Versuch vor Baubeginn weiß der Bodengutachter, wo er abdichten muss – und wo nicht. Das schont den Geldbeutel und den Terminplan.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
VerfahrenLefranc (Lockergestein, GW) / Lugeon (Fels, klüftig)
Normative GrundlageDIN 18130, Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB)
Bohrlochdurchmesser100–200 mm, abhängig von Geologie und Tiefe
Prüfstrecke0,5–2,0 m isolierte Messstrecke mit Doppelpacker
Genauigkeitkf-Wert von 10^-3 bis 10^-9 m/s reproduzierbar
Typische Tiefe in Solingen3–25 m, oft im Übergang Verwitterung/Fels
ErgebnislieferungVorab-Werte noch am Prüftag, Bericht in 48 Stunden

Zugehörige Fachleistungen

01

Bemessung von Versickerungsanlagen

Für Rigolen, Mulden und Sickerschächte in Solinger Neubaugebieten. Wir messen den kf-Wert direkt in der Sohltiefe Ihrer geplanten Anlage.

02

Baugrubenentwässerung und Abdichtung

Ob offene Wasserhaltung oder dichter Verbau: Der Versuch zeigt, wie viel Wasser in Ihre Baugrube drängt – essenziell für Projekte an den Hängen von Wald oder Merscheid.

03

Dichtigkeitsnachweis für Deponien und Becken

Bei technischen Bauwerken muss die geologische Barriere nachgewiesen werden. Mit dem Lugeon-Test prüfen wir den Fels auf Risse und Klüfte.

Normativer Rahmen

DIN 18130 – Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, DIN EN ISO 22282 (Teile 1–6) – Geotechnische Erkundung und Untersuchung, Empfehlungen des Arbeitskreises Baugruben (EAB), 6. Auflage

Fragen und Antworten

Wie lange dauert ein Lefranc-Versuch vor Ort in Solingen?

Mit Bohrlochherstellung und Einbau der Verrohrung rechnen wir einen Tag. Der reine Pumpversuch läuft dann je nach Untergrund zwei bis vier Stunden, bis der Beharrungszustand erreicht ist. Sie bekommen die Rohdaten noch vor Ort.

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon?

Die Kosten liegen zwischen 490 und 900 Euro, abhängig von der Tiefe, der Anzahl der Messstufen und ob das Bohrloch bereits vorhanden ist oder von uns abgeteuft wird. Eine genaue Kalkulation erhalten Sie nach kurzer Rücksprache zu Ihrem Projekt.

Kann man den Versuch in vorhandenen Bohrungen durchführen?

Ja, wenn das Bohrloch sauber ausgebaut ist und der Durchmesser passt. Wir brauchen etwa 100 Millimeter, um den Packer sicher setzen zu können. Vorhandene Pegel nutzen wir gern – das spart Zeit und Geld.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Solingen und Umgebung.

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