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CPT (Cone Penetration Test) in Solingen: Drucksondierung für belastbare Baugrundmodelle

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Der häufigste Fehler bei Baugrunduntersuchungen in Solingen ist die Annahme, Bohrkerne aus dem Oberdevonischen Massenkalk oder den Honseler Schichten würden allein für die Gründungsbewertung ausreichen. Die Realität in Hanglagen von Gräfrath oder Wald zeigt: Verwitterungszonen und eingelagerte Fließerden wechseln auf kürzester Distanz ihre Tragfähigkeit. Ein CPT-Versuch liefert hier ein lückenloses Tiefenprofil von Spitzendruck und Mantelreibung – Werte, die keine Kernkiste der Welt ersetzen kann. Besonders bei Projekten nahe der Wupper oder in den Nebentälern, wo Auenlehm auf Felszersatz trifft, wird die Drucksondierung zum entscheidenden Instrument, um Setzungsdifferenzen vorherzusehen. Unser Team setzt elektrische CPT-Sonden mit 20-Tonnen-Raupenfahrwerk ein und erfasst jede Schichtgrenze in Echtzeit – ein Genauigkeitsvorteil, der bei der Planung von Flachgründungen auf heterogenem Baugrund in Solingen den Unterschied zwischen Nachtrag und Planerfüllung ausmacht.

Ein Meter unerkannte Verwitterungszone unter der Gründungssohle kann in Solingens Hanglagen zu Setzungsdifferenzen von mehreren Zentimetern führen – der CPT deckt sie lückenlos auf.

Methodik und Umfang

Das Bergische Land stellt mit seinen tiefgründig verwitterten Tonschiefern und Sandsteinen besondere Anforderungen an die Sondiertechnik. In Solingen treffen wir oft auf eine Abfolge von Hanglehm über zersetztem Fels, die mit klassischen Rammdiagrammen kaum zu entschlüsseln ist. Die CPT-Spitze misst simultan den Spitzenwiderstand qc und die lokale Mantelreibung fs, woraus sich das Reibungsverhältnis Rf ableitet – der Fingerabdruck jeder Bodenschicht. Ein Rf unter 1 % deutet auf Sande oder verwitterten Sandstein hin, Werte über 5 % auf tonige Schluffe oder Hanglehm. Diese Unterscheidung ist essentiell, denn in Solingen-Mitte stehen wir nicht selten auf Auffüllungen aus der Nachkriegszeit, die sich im Reibungsverhältnis klar vom gewachsenen Boden abheben. Ergänzend zum CPT lassen sich mit der Korngrößenanalyse die aus dem Reibungsverhältnis abgeleiteten Bodenarten kalibrieren, während der Plattendruckversuch den Verformungsmodul der oberen Tragschicht direkt auf der Sondierebene validiert. Die Datendichte von 2 cm Messintervall erzeugt ein Profil, das selbst dünne Sandlinsen im Tonstein sichtbar macht – Information, die bei der Bemessung von Böschungsstabilität in den steilen Lagen von Solingen-Widdert unverzichtbar ist.
CPT (Cone Penetration Test) in Solingen: Drucksondierung für belastbare Baugrundmodelle
Technisches Referenzbild — Solingen

Standortspezifische Faktoren

Der Kontrast zwischen Solingen-Ohligs mit seinen sandig-kiesigen Terrassenablagerungen und den steilen Kerbtälern bei Burg oder Unterburg zeigt, warum pauschale Baugrundannahmen scheitern. In Ohligs erreichen wir mit dem CPT oft schon in 3 bis 5 Metern Tiefe den verwitterten Sandstein mit qc-Werten über 15 MPa – gut für Flachgründungen. Nur zwei Kilometer weiter östlich, in den Wupperhängen, schiebt sich Hanglehm mit qc-Werten um 0,8 bis 1,5 MPa über mehrere Meter Tiefe, bevor der Fels ansteht. Wird dieser Unterschied nicht erkannt, entstehen Setzungsmulden, die bei einem Mehrfamilienhaus schnell sechsstellige Sanierungskosten verursachen. Die CPT-Sondierung in Solingen muss daher jede Baugrube individuell abbilden: Der Porenwasserdruckaufbau im Auenlehm nahe der Wupper verlangt andere Sondierparameter als der trockene Verwitterungshorizont auf der Kuppe. Ein Verzicht auf SPT-Bohrungen zur ergänzenden Probenahme ist dabei genauso fahrlässig wie das bloße Abteufen von Rammkernsondierungen ohne CPT – beide Verfahren ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
Sondiertiefe Standardbis 25 m im Locker- und Weichgestein
Messintervall20 mm (kontinuierlich)
Spitzenquerschnitt10 cm² (Standard nach DIN EN ISO 22476-1)
Mantelreibungsfläche150 cm² (Standard-Reibungshülse)
Max. Spitzenwiderstand100 MPa (Hartgesteinsgrenze)
Porenwasserdruckmessungoptional mit Piezocone (CPTU) für Auenlehme
Eindringgeschwindigkeit20 mm/s ± 5 mm/s (genormt)

Zugehörige Fachleistungen

01

Standard-CPT mit elektrischer Spitze

Kontinuierliche Messung von Spitzendruck und Mantelreibung bis 25 m Tiefe. Auswertung der Bodenart über das Reibungsverhältnis Rf, Ableitung von undränierten Scherfestigkeiten für bindige Schichten und Reibungswinkeln für rollige Böden.

02

CPTU mit Porenwasserdruckmessung

Piezocone-Sondierung mit Filterstein hinter der Spitze. Erfasst Porenwasserüberdrücke beim Eindringen – unverzichtbar in den Auenlehmen der Wupperaue, um Konsolidierungsverhalten und effektive Spannungen korrekt zu bewerten.

03

CPT-gestützte Gründungsberatung

Direkte Ableitung von Pfahlwiderständen, Setzungsberechnungen und Bettungsmoduln aus den qc-Werten. Besonders wirtschaftlich bei Projekten mit mehreren Gründungsvarianten, da der CPT Tragfähigkeitsvergleiche ohne zusätzliche Bohrungen ermöglicht.

Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-1:2013-01 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen mit elektrischen Messwertaufnehmern und Messeinrichtungen für den Porenwasserdruck, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke – Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-2

Fragen und Antworten

Was kostet ein CPT in Solingen?

Eine Standard-Drucksondierung mit elektrischer Spitze bis 15 m Tiefe liegt in Solingen zwischen 160 und 220 Euro pro Einsatz, abhängig von der Zugänglichkeit (Hanglage, Baumbestand) und der erforderlichen Sondiertiefe. CPTU-Messungen mit Porenwasserdruckaufnehmer kosten etwa 20 Prozent mehr. Die Anfahrt innerhalb des Stadtgebiets ist im Preis enthalten.

Bis zu welcher Tiefe kann der CPT in Solingen eingesetzt werden?

Die maximale Sondiertiefe hängt vom Gerät und vom Baugrund ab. Mit unserem 20-Tonnen-Raupenfahrzeug erreichen wir in den Verwitterungsböden Solingens typischerweise 15 bis 25 Meter. Bei Erreichen von Hartgestein mit Spitzenwiderständen über 100 MPa wird die Sondierung abgebrochen, um die Spitze nicht zu beschädigen. In den steilen Hangbereichen von Gräfrath begrenzt manchmal die Zugänglichkeit die Gerätegröße – wir setzen dann ein kleineres Kettenfahrzeug mit 10 Tonnen Auflast ein, das etwa 10 bis 15 Meter Tiefe erreicht.

Welche Bodenkennwerte lassen sich direkt aus dem CPT ableiten?

Aus dem Spitzenwiderstand qc und der Mantelreibung fs leiten wir über das Reibungsverhältnis Rf die Bodenart ab. Für bindige Böden ergibt sich die undränierte Scherfestigkeit cu aus dem Nk-Faktor, für rollige Böden der Reibungswinkel φ‘ aus Korrelationen nach Robertson. Zusätzlich lassen sich der Steifemodul Es, der Bettungsmodul ks und bei CPTU-Messungen die Konsolidierungsbeiwerte ableiten. Alle Korrelationen werden durch unser Labor anhand von Vergleichsproben aus SPT-Bohrungen kalibriert.

Wie lange dauert eine CPT-Sondierung vor Ort?

Eine Sondierung auf 15 Meter Tiefe nimmt in den typischen Solinger Böden etwa 45 bis 60 Minuten reine Sondierzeit in Anspruch. Mit Rüstzeit, Einmessung und Dokumentation sollten Bauherren etwa zwei Stunden pro Sondierpunkt einplanen. Bei mehreren Sondierpunkten auf einem Grundstück verkürzt sich die Rüstzeit pro Punkt. Der vorläufige Ergebnisbericht mit qc-Diagramm und Schichtinterpretation liegt in der Regel am Folgetag vor.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Solingen und Umgebung.

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