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SPT (Standard Penetration Test) in Solingen: belastbare Kennwerte für Ihren Baugrund

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Wir sehen es oft: Ein Bauherr in Solingen bestellt eine Baugrunduntersuchung, und das Büro liefert nur abgeleitete Werte aus schweren Rammsondierungen. Für die hügelige Topografie mit verwitterten Tonschiefern und Lösslehmdecken reicht das nicht. Der SPT liefert Ihnen die direkte Schlagzahl N₃₀, die Sie für Setzungsberechnungen und die Dimensionierung nach EC 7 brauchen. Unser Team führt die Sondierung mit dem standardisierten Gestänge und der Rammkapsel nach DIN EN ISO 22476-3 durch. Wir ermitteln die Lagerungsdichte rolliger Schichten und die Konsistenz bindiger Horizonte – zwei Parameter, die in Solingens inhomogenem Untergrund oft auf kurzer Distanz wechseln. Bei Bedarf ziehen wir mit dem CPT-Versuch nach, wenn wir durchgängige Profile ohne gestörte Proben benötigen.

Ein SPT in Solingen zeigt oft innerhalb von zwei Metern den Wechsel von weichem Lösslehm zu hartem Schieferzersatz – das entscheidet über das Gründungskonzept.

Methodik und Umfang

Vor zwei Jahren standen wir an der Wupperstraße in Ohligs. Geplant war ein viergeschossiger Wohnbau, der Baugrund zeigte im Vorfeld verwitterten Honseler Schiefer. Die ersten zwei Meter waren aufgefüllt, darunter stand residualer Ton an. Wir setzten den SPT im Dreipunkt-Raster an, Tiefe 8 Meter. Die Schlagzahlen sprangen zwischen N=4 im Ton und N=38 im angewitterten Fels. Genau diese Varianz entscheidet, ob Sie eine elastisch gebettete Bodenplatte wählen oder doch auf Pfahlgründungen gehen müssen. Der Versuch läuft so: Rammgestänge Ø 51 mm, Fallgewicht 63,5 kg aus 76 cm Höhe, Zählung der Schläge pro 15 cm Eindringung. Die N₃₀ geben wir als Summe der zweiten und dritten 15-cm-Strecke aus. In bindigen Schichten dokumentieren wir zusätzlich die undrainierte Scherfestigkeit cu über die Korrelation nach Stroud. Jede Bohrung wird im Feldprotokoll mit Bodenansprache nach DIN 4022 festgehalten.
SPT (Standard Penetration Test) in Solingen: belastbare Kennwerte für Ihren Baugrund
Technisches Referenzbild — Solingen

Standortspezifische Faktoren

Solingen liegt auf devonischen Schiefern und Grauwacken, die während der variszischen Gebirgsbildung gefaltet wurden. An den Hängen der Wupper und ihrer Nebenbäche haben sich mächtige Lösslehmpakete abgelagert, die bei Wasserzutritt rasch an Konsistenz verlieren. Ein zu flach abgeteufter SPT übersieht diese Wechsellagerung. Die Folge: differentielle Setzungen, Risse im Baukörper, Kosten für nachträgliche Unterfangungen. In den Tallagen steht zudem Grundwasser oft schon bei 1,5 bis 2,5 Meter unter GOK an. Wer hier ohne SPT plant, dimensioniert entweder überkonservativ mit zu hohen Sicherheitsfaktoren – oder riskiert eine unbrauchbare Gründung. Die Bergische Bauaufsicht fordert für Neubauten und Anbauten in Solingen ohnehin einen Baugrundbericht mit direkten Aufschlüssen. Der SPT erfüllt diese Forderung und liefert Ihnen belastbare Kennwerte für den Standsicherheitsnachweis.

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Typische Werte

ParameterTypischer Wert
NormverfahrenDIN EN ISO 22476-3:2005-10
Gestänge-TypA-Rohr Ø 51 mm, starr verbunden
Rammbär63,5 kg, freier Fall 760 mm
SchlagzählungN₃₀ = Summe 2.+3. Eindringstrecke à 15 cm
ProtokollierungFeldaufnahme nach DIN 4022 / DIN EN ISO 14688
Probenentnahmegestört aus der Rammkapsel, 500-800 g je Meter
ErgebnisberichtN₃₀ über Teufe, cu-Korrelation, Bohrprofil

Zugehörige Fachleistungen

01

SPT-Bohrung mit Rammkernsonde

Bohrung bis 15 m Tiefe mit durchgehender Schlagzählung. Geeignet für rollige und bindige Lockergesteine sowie verwitterten Fels. Inklusive Bodenansprache und Probenahme.

02

Laborversuche an SPT-Proben

Bestimmung von Wassergehalt, Korngrößenverteilung und Atterberg-Grenzen im eigenen Labor. Korrelation der N₃₀-Werte mit cu und Reibungswinkel für die Bemessung.

03

Baugrundgutachten nach EC 7

Zusammenstellung aller SPT-Ergebnisse in einem prüffähigen Bericht. Angabe von charakteristischen Bodenkennwerten, Homogenbereichen und Gründungsempfehlung.

Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-3:2005-10 – Geotechnische Erkundung; SPT, DIN 4022-1 – Benennen und Beschreiben von Boden und Fels, DIN EN 1997-1 (Eurocode 7) – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 1054:2010 – Baugrund; Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau

Fragen und Antworten

Wie tief muss ein SPT in Solingen abgeteuft werden?

In Solingen rechnen wir mit 8 bis 12 Meter Tiefe für ein mittleres Wohn- oder Gewerbegebäude. Die Endteufe hängt vom Bauwerksgewicht und der Gründungsart ab. Bei schweren Bauwerken oder wenn der verwitterte Schiefer erst spät ansteht, gehen wir auf 15 Meter. Die genaue Tiefe legen wir nach Einsicht in die Baugrundkarte und das Bauvorhaben fest.

Was kostet eine SPT-Bohrung in Solingen?

Eine SPT-Bohrung mit drei Sondierpunkten und einem schriftlichen Bericht liegt bei €480 bis €590 netto. Der Preis deckt Anfahrt, Bohrgerät mit Bediener, Protokollierung und Laborauswertung ab. Bei mehr als drei Punkten oder größerer Tiefe erstellen wir ein individuelles Angebot.

Welche Norm gilt für den SPT in Deutschland?

Der Standard Penetration Test ist in der DIN EN ISO 22476-3:2005 geregelt. Die Norm legt Geräte, Durchführung und Auswertung fest. Für die Bodenansprache im Feld verwenden wir zusätzlich die DIN 4022 und die DIN EN ISO 14688.

Kann der SPT im verwitterten Schiefer durchgeführt werden?

Ja, bis zu einem gewissen Verwitterungsgrad funktioniert der SPT auch im angewitterten Honseler Schiefer. Bei N₃₀-Werten über 50 Schlägen stoßen wir jedoch an die Grenzen des Verfahrens. In solchen Fällen empfehlen wir eine Kernbohrung oder einen Felsmeißel-Einsatz, um die Tragfähigkeit der Felsoberkante sicher zu bestimmen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Solingen und Umgebung.

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